Zu seinen „religiösen“ Bildern schrieb Eller:
„Ich glaube, dass jeder ernsthafte Künstler einmal die Religion zum Thema seines Schaffens macht. Meine Einstellung zu Glaube und Kirche war in der Jugendzeit nicht besonders ausgeprägt, wie bei vielen Jugendlichen. Rückblickend ist mir klar, dass Krieg, Gefangenschaft, schwerste Arbeit im Bergwerk und Krankheit mit beigetragen haben, dass ich den Weg zum Glauben fand. Aber den größten Einfluß erfuhr ich durch die Malerei. Das Talent, das mir zufiel, öffnete die Augen und die Seele. Mir wurde bewusst, dass mir großes Lebensglück zuteil wurde, vor allem auch durch meine Familie, der ich hiermit danke. Oftmals werde ich im Atelier, in der Landschaft – beim Malen also – von Leuten angesprochen: ‚Sie können dem Herrgott danken, dass Sie das können.’ Die Antwort: ‚Das tue ich öfters als einmal am Tag’.“
Vorwort zum Buch Hermann Eller, Zwischen Himmel und Erde, Grafenau 1993