Das neu renovierte Museum befindet sich in den historischen Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz. Im Südflügel wird seit 1974 in sechs Räumen der Domschatz präsentiert, der ursprünglich in einer Gewölbekammer hinter dem Südchor des Domes aufbewahrt war.
Die um 1565 entstandenen Fresken der zwölf Apostel, Kirchenväter und Evangelisten sowie der ebenfalls in der Renaissance gefertigte sog. Wandula-Altar vermitteln einen Eindruck dieser Epoche. Die ständige Sammlung birgt Schatzkammerstücke aus der Herbstzeit des Mittelalters. In einer der Werkstätten der französischen Fürstenhöfe um 1400 ist wohl das Regensburger Emailkästchen entstanden - ein rares Beispiel vergangener Pracht und Raffinesse, geziert von goldenen Strahlenmonden und phantastischen Fabeltieren.
Noch heute stehen die ausgestellten sakralen Geräte und Paramente in ihrer liturgischen Tradition und finden zu besonderen Anlässen im Gottesdienst des Domes Verwendung. Glanzstücke der Sammlung sind der Wolfgangskelch (ca. 1250/60), das Ottokarkreuz (1261), eine Stiftung König Ottokars II. von Böhmen für das Prager Agneskloster, und die silbernen Ölflaschen des Bischofs Heinrich von Rotteneck (Ende 15. Jahrhundert).
Von hoher Qualität sind ein glockenförmiges Messgewand aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, ein gewebtes Altarretabel mit der Darstellung der Kreuzigung aus dem Dom vom Ende des 13. Jahrhunderts sowie das mit kostbaren Stickereien verzierte Rationale, ein Schultergewand, das Bischof Nikolaus von Ybs (1313-1340) von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen bekam.
Weitere Informationen unter www.bistumsmuseen-regensburg.de